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Aussteiger und Asketen gab es schon immer. Nicht in einer Tonne, aber in einer kleinen schäbigen Hütte lebte der Philosoph Diogenes und war damit zufrieden.

Asketische Strömungen kennt die Kultur- und Geistesgeschichte zu Genüge. Aber werden Askese und gesellschaftlicher Rückzug derzeit zur Massenbewegung?

Die moderne Lebenswelt ist zunehmend komplexer werdenden Mechanismen und Strukturen unterworfen. Ganze Lebensbereiche entziehen sich dem Verständnis, sind nicht mehr zu dirigieren: Kaum jemand kennt alle Funktionen seines Handys oder weiß, woher die Nahrungsmittel seines Speiseplans stammen.

Längst werden Entscheidungen über das eigene Leben ganz woanders gefällt, in Brüssel oder an den Schreibtischen großer Global Player. Die Politikverdrossenheit steht symptomatisch für die Ohnmachtsgefühle vieler Bürger. Hilflosigkeit angesichts von Komplexität und Globalisierung, aber auch das Gefühl von Entfremdung, Überreizung und Übersättigung sind zu zentralen Grundstimmungen in den modernen Industriegesellschaften geworden.

Der Mensch reagiert auf diese Überforderung mit dem Bedürfnis nach Vereinfachung. “Simplify your life” ist zum verbreiteten Slogan geworden. Die Sehnsucht nach Überschaubarkeit zeigt sich in den verschiedensten Lebensbereichen – von Mode über Architektur und Design bis hin zu Ernährungsweisen und Reiseverhalten.

Wandern statt Fernflug, regionale statt ausländische Küche sind angesagt. Aber auch Philosophie und Religion stellen sich diesem Trend. Gert Scobel diskutiert in “scobel – Einfaches Leben” mit seinen Gästen über die Erscheinungsformen moderner Askese.

Mit den Gästen Dr. Notker Wolf (Abtprimas des Benediktinerordens und Professor für Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie) und Dr. Svenja Flasspöhler (Philosophin)

Scobel – Einfaches Leben –

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