Online Mediathek: Billige Brötchen – Die Spur der Teiglinge – Hier direkt online ansehen

Susanne und Peter Müller aus Karlsruhe schließen ihre Bäckerei. Jahrelang hatte das Ehepaar täglich 13 Stunden geschuftet. Jetzt geben sie auf. Der Familienbetrieb weicht dem Druck der Billigkonkurrenten.

Wie den Müllers erging es im vergangen Jahr 1300 Bäckereien und Backbetrieben. Das traditionelle Handwerk, wie es über viele Generationen von Bäckern in Deutschland betrieben wurde, scheint am Ende.

Doch wer backt anstelle der Müllers und der anderen Betriebe mittlerweile die Ware?

Brot und Brötchen entstehen immer öfter als industrielles Massenprodukt in großen Fabriken. Zwar müht sich die Branche, das Image von Tradition und Handwerk nach außen zu verkaufen. In Wirklichkeit aber legen ihre Produkte immer öfter Tausende von Kilometern zurück. Tiefgefrorene Teiglinge, irgendwo in Europa produziert, werden in Backshops oder Bäckereien vom Verkaufspersonal fertig gebacken.

Die Branche lässt sich ungern in die Karten schauen. Moderne Backwaren sind zunehmend auch High-Tech-Produkte der Lebensmitteltechnik. Um den komplexen Anforderungen industrieller Massenproduktion zu genügen, muss die Branche zu raffinierten Tricks und Techniken greifen.

Auf der Spur der Teiglinge reist “betrifft” durch Großbäckereien in Deutschland und Polen, durch die Labore der Hamburger Mühlenchemie und des dänischen Backmittelherstellers Novozymes. Und begleitet den Karlsruher Bäcker Peter Müller nach 30 Jahren Berufsjahren bei der Abwicklung seines Betriebs.

Billige Brötchen – Die Spur der Teiglinge

 

 

4 Responses to Online Mediathek: Billige Brötchen – Die Spur der Teiglinge – Hier direkt online ansehen

  • Dieter Kleeberg

    Die kleinen familiengeführten Bäckereien schieben meistens auch nur fertige Backmischungen in den Ofen. Dann müssen sie sich nicht wundern, dass sie den Großbetrieben oder ausländischer Billigkonkurrenz hoffnungslos unterliegen. Die Lösung des Problems wäre das Pflegen von Alleinstellungsmerkmalen: traditionelle Rezepte, echter Roggensauerteig, Hausmacherqualität, regionale Spezialitäten und Zutaten. Ich kenne mehrere Bäcker, die dieses Konzept erfolgreich umsetzen. Ich bin nicht der einzige, der gern etwas mehr Geld für solche guten Grundnahrungsmittel ausgibt.
    Beste Grüße
    D.K.

    • kokki

      Hi Dieter ! Bin absolut deiner Meinung!

      Es gibt in großen Städten wie z.B. Frankfurt/Main noch solche Betriebe. In kleinen Orten funktioniert das leider nicht mehr, weil es nicht genug Menschen gibt die höhere Preise akzeptieren & alle vom ALDI-Preis versaut sind …

      lg

      Ralph

    • Karl Winzer

      Ich suche gerade nach einer Bäckerei, die Brot, garantiert ohne “Mist” anbietet. Da ich das nicht zentnerweise esse, bin ich durchaus bereit, den doppelten herkömmlichen Preis zu zahlen.
      Hab jetzt eine Edelbäckerei gefunden, der von gefühlt 30 Brotsorten tatsächlich e i n Roggenbrot ohne Hefe,mit “3-stufiger Sauerteigführung” anbietet.
      Werd das mal probieren.
      Ich möchte heute kein Bäcker sein, der von ehrlichem Handwerk kaum leben kann. Aber wenn die nur noch Industrie-Tütenware verarbeiten, wozu soll ich da mehr ausgeben?

      • Kokki

        Die Branche hat sich den Ast auf dem sie sitzt selbst abgesägt, wie in der Gastronomie auch …

        Warum beim Bäcker für die gleichen aufgebackenen Rohlinge das dreifache wie bei Lidl zahlen ???

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