Online Mediathek: Hunger – Dokumentarfilm – hier online ansehen

Der Dokumentarfilm “Hunger” erzählt, wie Menschen, Gruppen und Organisationen darum ringen, eine der schlimmsten sozialen, politischen und ökonomischen Tragödien unserer Tage zu lösen: den Hunger in der Welt. In fünf Ländern, oft jenseits der Grenzen von Zivilisation und menschenwürdiger Existenz, stellen Marcus Vetter und Karin Steinberger die Frage, warum bisher viele Konzepte von Entwicklungspolitik versagt haben.

Derzeit leiden nach UNO-Angaben fast 900 Millionen Menschen auf der Erde unter Hunger. Das bedeutet, dass jeder achte Mensch nicht genügend zu Essen hat, um ein gesundes und aktives Leben zu führen. An den Folgen von Hunger und Unterernährung sterben jedes Jahr mehr Menschen als an den Folgen von Aids, Malaria und Tuberkulose zusammen. Naturkatastrophen, Konflikte, Armut, eine schlechte landwirtschaftliche Infrastruktur und eine ausgebeutete Umwelt sind die Hauptursachen für Hunger. Dabei wäre es theoretisch möglich, alle Menschen von Hunger zu befreien.

Marcus Vetter und Karin Steinberger gehen in ihrem Dokumentarfilm “Hunger” in Mauretanien, Kenia, Indien, Brasilien und Haiti den Ursachen für das Dilemma nach. Sie erzählen, wie die Menschen mit dem Hunger leben, und warum so viele Konzepte der Entwicklungspolitik versagt haben. Warum ist die Bekämpfung von Hunger so schwierig?

Fakt ist: Es werden zehn Prozent mehr Lebensmittel produziert als man benötigt, um alle Menschen satt zu bekommen. Marcus Vetter und Karin Steinberger sind in fünf Ländern auf Spurensuche gewesen: Was sind die Gründe für Hunger? Sie reisten von Haiti, wo die mittellosen Bauern mit den Zauberworten Freihandelspolitik und Strukturanpassung gelockt wurden, bis in den Süden Kenias. Hier haben die Stämme der Massai und ihr Vieh kein Wasser mehr. Riesige Blumenfarmen, für die erste Welt, haben die Eingeborenen vom Wasser abgeschnitten und von ihren Gebieten verdrängt.

Marcus Vetter (Buch und Regie) hat für seine Dokumentationen bereits zahlreiche Preise (unter anderem Deutscher Fernsehpreis, Grimme-Preis) erhalten. Karin Steinberger (Autorin) arbeitet für die “Süddeutsche Zeitung” und wurde für ihre Reportagen mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Medienpreis für Menschenrechte.

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