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Bittere Ernte – Der hohe Preis des billigen Kaffees

Kaffee: einst Luxusprodukt, ist er heute in jedem Discounter günstig zu haben. Er ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. 150 Liter Kaffee trinkt jeder Bundesbürger jährlich.

Da stellt sich die Frage: Warum ist Kaffee so preiswert geworden? Sind die Menschen auf den Kaffeeplantagen die Opfer des billigen Konsums? Werden bei der Kaffeeproduktion mehr Pflanzenschutzmittel verwendet, als dem Verbraucher lieb ist? Was bedeutet der Chemieeinsatz für die Arbeiter, den Konsumenten und die Umwelt?

Antworten auf die Fragen sucht NDR-Autor Michael Höft in Röstereien, beim Kaffeehandel, in Lebensmittellabors und auf Plantagen. Die Recherchetour führt ihn bis nach Brasilien, ins größte Kaffeeanbaugebiet der Welt. Schon bald muss er feststellen: Die Kaffeeproduzenten sind äußerst kamerascheu. Und das hat einen Grund: Eine Million Tonnen Schädlingsbekämpfungsmittel wurden allein im vergangenen Jahr 2012 auf brasilianischen Feldern versprüht. Brasilien ist nicht nur der größte Kaffeeanbauer der Welt, sondern auch Weltmeister im Verbrauch von Pestiziden. Verseuchtes Wasser und vergiftete Böden sind nur eine Folge der exzessiven Landwirtschaft.

Nach vielen vergeblichen Versuchen gelingt es dem Kamerateam mithilfe eines Insiders schließlich doch noch, auf Kaffeeanbauplantagen im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais zu drehen und mit Plantagenbesitzern zu sprechen. Was Autor Michael Höft auf den Feldern erlebt, übertrifft all seine Erwartungen. In den Giftdepots der Farmer finden sich Unmengen an verschiedenen Pflanzenschutzmitteln, auch hochtoxische Chemikalien, die in Europa längst verboten sind, wie das Pestizid Endosulfan. Dieses Nervengift steht im Verdacht, starke Fehlbildungen bei Babys im Mutterleib hervorzurufen, aber auch Krankheiten wie Krebs und Parkinson.

Aber es geht auch anders. Am Ende der Reise besucht das Kamerateam eine Bioplantage. Hier werden keine Pflanzenschutzmittel verwendet und die Arbeiter erhalten fairen Lohn. Aber dafür kostet der Kaffee fast doppelt so viel. Ein Preis, den die meisten Verbraucher bisher nicht bezahlen wollen.

Die Reportage – Bittere Ernte – Der hohe Preis des billigen Kaffees

 

bitterer Tee

 

Wer etwas ändern möchte sollte Kaffee und Tee aus fairem Handel kaufen.
Seien wir mal ehrlich: Wir können uns das leisten !!!!

Fairtrade Deutschland

 

Eine Antwort auf Online Mediathek: Die Reportage – Bittere Ernte – Der hohe Preis des billigen Kaffees/Tees – Hier online ansehen

  • Dagge, Ulrich

    Hallo,
    “Bittere Ernte….” der Titel ist sehr gut… und Realität…

    Aber ich habe da eine Frage: Ich habe auf Kaffee-Shambas/kleinen Farmen in
    Tansania gesehen, wie Kaffee-Farmer das Mittel Blue Copper verspritzen. Fast
    zu 100 % ungeschützt.

    Was bewirkt Blue Copper – ist es gefährlich für den Anwender – und ist es
    gefährlich für den Endverbraucher….. (oder nicht…)

    Vielen Dank für eine Antwort
    Viele Grüße
    Ulrich Dagge

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