Online Mediathek: Essen verändert die Welt – Hier direkt online ansehen

Das Essen hat über Jahrtausende die Welt, in der wir heute leben, geprägt und auch in Zukunft wird das Essen die Welt verändern und Geschichte schreiben. Die dreiteilige Dokumentationsreihe erzählt von den Meilensteinen, den großen Wandlungen und Entwicklungen, die wir dem Essen verdanken. Eine Zeitreise durch alle Epochen der Menschheit, in der wir armen Schluckern und reichen Schlemmern begegnen, die zeigt, wie Nahrungsmittel aus der Neuen Welt den Speiseplan Europas nachhaltig verändert haben und die ein Licht darauf wirft, dass es das Essen ist, das die Menschen mobil machte und heute seinerseits Mobilität erfordert.

In drei Folgen werden unterschiedliche Aspekte des Essens beleuchtet: Arm und Reich (Folge 1), altes Europa und die neuen Speisen (Folge 2) sowie das Thema der Mobilität und Konservierung (Folge 3). Die Geschichte der Menschheit ist erstaunlich eng mit der Geschichte des Essens verknüpft. Mal war es der bloße Zwang sich zu ernähren, der die Menschen erfinderisch gemacht hat, mal führte das Essen zu einschneidenden gesellschaftlichen Entwicklungen. Große Entdeckungen, die Aufklärung, Industrialisierung, Krieg und Frieden – irgendwo taucht immer auch das Essen auf. So wurde die Welt, in der wir heute leben, über die Jahrtausende hinweg von unserem Essen geprägt. Auch in Zukunft wird das Essen die Welt verändern und große Geschichten schreiben.

Unsere Esskultur ist weit mehr als die Summe unserer Essgewohnheiten, in ihr spiegeln sich gesellschaftliche Konventionen, Werte und Entwicklungen wider. Schon immer hat die Wahl der Speisen den Sozialstatus bestimmt, von arm bis reich: der Mensch ist, was er isst. Wie wir essen und was wir essen ist das Resultat einer Jahrtausende währenden Entwicklung.

Die Dokumentation gleicht einer Zeitreise, welche die Kulturgeschichte des Essens nacherzählt und aufzeigt, wie das Essen die Welt verändert hat. In unserer ersten Episode richten wir den Fokus auf die unterschiedlichen Esskulturen von Arm und Reich – angefangen von der Frühgeschichte der Menschheit über die ersten Hochkulturen, die Antike und das Mittelalter bis zur Gegenwart. Oft war es der Mangel an Nahrungsmitteln, der zu dramatischen Umbrüchen geführt hat.

Die französische Revolution hatte massive Auswirkungen auf die Entstehung unserer Restaurantlandschaft. Und ohne die Entdeckung des Feuers hätte sich eine Esskultur gar nicht erst entwickeln können. Die ägyptische Hochkultur und die Pyramiden konnten nur entstehen, weil es die Ägypter verstanden, ganze Heerscharen von Bauarbeitern an Ort und Stelle zu verköstigen. Im antiken Rom feierten reiche Patrizier bacchantische Gelage und labten sich an dekadenten Köstlichkeiten wie Flamingozungen, Fasanenhirn oder Pfauen aus Babylonien.

Im Mittelalter definierte die unterschiedliche Rangordnung der Stände, was letztendlich auf den Teller kam… unsere Esskultur befindet sich im steten Wandel. Der Zwang sich zu ernähren, hat die Menschen erfinderisch gemacht. Um gut essen und trinken zu können, hat die Menschheit sich einiges einfallen lassen.

Diese Geschichte ist verblüffend eng mit dem Gang der Welt verknüpft. Es lohnt, sie näher kennen zu lernen, das gilt auch für die Schattenseiten.

Diese Folge der Dokumentationsreihe “Essen verändert die Welt” begibt sich auf die Spuren großer Wandlungen. Mit der Entdeckung der Neuen Welt und dem Aufbruch in die Neuzeit beginnt der Siegeszug von Nahrungsmitteln, die uns heute selbstverständlich sind: Kartoffeln, Mais und viele weitere Früchte aus den neu entdeckten Ländern Amerikas bereichern den europäischen Speiseplan. Dabei schreiben diese Nahrungsmittel manchmal auch große Geschichte. Essen schreibt Weltgeschichte? Nicht nur das: In kleinen Alltagsgeschichten erfahren wir, wie sich die Menschen vergangener Jahrhunderte ernährt haben und wie sehr ihr Leben am Essen hing.

Es sind wechselseitige Beziehungen, die den Menschen mit seinem Essen verbinden und dabei Impulse für Veränderungen geben. Die Kartoffel beispielsweise: Sie hatte es anfangs schwer, in der Alten Welt akzeptiert zu werden. Zu geheimnisvoll war das Nachtschattengewächs, giftig ihre Blüten. Und doch gelang es ihr, den Menschen über Hungersnöte hinwegzuhelfen und ab der Mitte des 18. Jahrhunderts verstärkt auf europäischen Tellern zu liegen. Doch die Kartoffel löste andererseits auch Krisen aus, verantwortete die erste große Auswanderungswelle nach Amerika und ist damit Katalysator weltpolitischer Ereignisse. Doch nicht nur die Kartoffel, auch Mais, Tomate oder Ananas schreiben, seitdem sie ihrerseits Europa erobert haben, an der Weltgeschichte mit.

So verändern Nahrungsmittel ganze Nahrungssysteme und wir sehen, dass es nicht selbstverständlich und unveränderlich ist, wie wir heute essen. Denn was und wie wir essen ist bis heute von dynamischen Prozessen geleitet.So hat in jüngerer Zeit die Pizza eine beeindruckende Biographie. Sie zeigt den Wandel eines Nahrungsmittels und die Art wie wir uns ernähren am deutlichsten: Die Pizza ist wandelbar, passt zu den Single-Haushalten unserer Zeit und wird von allen geliebt. Dazu hat die Pizza auch noch eine Reihe spannender Anekdoten zu erzählen.

“Essen verändert die Welt” – nirgends ist dies so deutlich zu sehen, wie bei den Verwandlungen der Nahrungssysteme, die mit der Entdeckung der Neuen Welt uns eine reichhaltigere Speisenpalette bescheren konnten.

Essen verändert die Welt (Teil 2/3)

Altes Europa und neue Speisen

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Unsere Nahrung legt oft weite Wege zurück, bis sie schließlich auf unserem Teller landet. Das war nicht immer so. Früher musste jeder Mensch selbst weite Wege zurücklegen, um für sich und seine Familie Nahrung zu beschaffen. Der Mensch konnte erst sesshaft werden, als es das Essen mit ihm tat. Er domestizierte Tiere, bewirtschaftete Felder, entwickelte eine nachhaltige Vorratshaltung und begann mit den Überschüssen Handel zu treiben. Das erste Handelsgut war Salz. Es ist für den Menschen lebensnotwendig. Salz wurde zum “weißen Gold”, der Handel mit diesem Gut begründete “Salzstraßen” und mächtige Städte.

Die nächsten Weltmeister in Sachen Mobilität waren die exotischen Gewürze. Ihre “Autobahn” war die Seidenstraße. Als 1453 die Osmanen Konstantinopel eroberten und den Gewürzhandel blockierten, brach Kolumbus in die Neue Welt und Vasco da Gama nach Indien auf. Es waren die Gewürze, die den Menschen anspornten, zu neuen Ufern aufzubrechen und die Grundlagen für die großen Handelsrouten zu schaffen, die heute die Welt umspannen. Im 19. Jahrhundert beschleunigte sich der Transport von Nahrungsmitteln extrem. Moderne Methoden der Konservierung und die rasche Verstädterung brachten für die Arbeiter das Ende der Selbstversorgung. Jetzt begann die bis heute fortdauernde Entfremdung der Bevölkerung von den Nahrungsmitteln.

Essen verändert die Welt (Teil 3/3)

 Mobiler Mensch und satter Magen

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