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Für jede Karotte, die wir essen, verschwindet eine andere in der Tonne. Für jeden Salat, den wir kaufen, liegen zwei weitere auf der Müllkippe. In den westlichen Ländern wird fast die Hälfte der Lebensmittel weggeworfen.

Hersteller bleiben auf Lebensmitteln sitzen, wenn Supermärkte Großbestellungen aufgeben und nur einen Bruchteil davon tatsächlich kaufen. Den Kunden verlieren oder weiter mitspielen? Die wirtschaftliche Abhängigkeit der Hersteller von Supermarktketten ist groß.

Aufgrund von EU-Richtlinien und Verordnungen müssen Bauern schon bei der Ernte riesige Bestände wegwerfen beziehungsweise zu Tierfutter verarbeiten.

Mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel landet im Müll

Supermärkte werfen statistisch bis zu zehn Prozent ihrer Frischeprodukte, das heißt Obst, Gemüse und Kühlwaren, in den Müll. Weitere Müllfallen im Supermarkt: Waren werden zwei Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums aus dem Regal genommen. Supermarktregale sind rund um die Uhr berstend gefüllt. Die Lieblingsprodukte der Kunden müssen jederzeit vorrätig sein, denken die Filialleiter. Außerdem: Große Warenbestände erzielen große Gewinnspannen. Selbst Supermärkte, die „Tafeln“ (Hilfsorganisationen, die Lebensmittel an Bedürftige verteilen) beliefern, werfen noch Lebensmittel weg.

Letztlich kann eine mangelnde Fachkenntnis in Lebensmittelbestellung und schlechte Schätzung der Absatzerwartung durch Personal und Filialleitung zu einer hohen Abfallquote führen.

Wie geht der Handel mit Lebensmittelabfällen um? Aus Angst vor Imageschäden schweigen fast alle Supermärkte über ihre Abfallquote. Die Konzerne halten Zahlen geheim, angeblich, damit Konkurrenzunternehmen nicht von ihren Müllreduktionsmaßnahmen profitieren. Es gibt kaum Daten über die Müllmenge. Vor allem Discounter mauern. Sie dürfen ihre Warenbestände häufig nicht selbst regulieren, sondern bekommen vom Mutterkonzern automatisch Ware nachgeliefert – egal, ob Bedarf besteht oder nicht.

 

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