Produkt-Check: Bayerisches „dry aged“ Beef aus dem Supermarkt – REWE´s Premiummarke „DAS“ Fleisch – 24.Oktober 2012

Es gibt eine neue Premium-Marke „DAS“ Fleisch bei REWE.

 

Der REWE-Markt bei mir um die Ecke hat nach kurzer Umbau-Schließung seit heute wieder offen und deswegen gestern bereits eine Prospekt-Aktion durchgeführt.

Beim Durchblättern habe ich dann die große Ankündigung von „DAS“ Fleisch entdeckt. Dry aged Beef (Entrecote, Rumpsteak & T-Bone) sowie Rücken und Nacken vom Iberico-Schwein.

 

Preise ab 28,- € pro kg für das Iberico-Schwein und 36,- für das „dry aged“ Rumpsteak sind nicht übertrieben. Allerdings erhält man für diesen Kurs lediglich „konventionell“ erzeugtes Rindfleisch, welches wie früher üblich, trocken gereift wurde. Für diesen Preis bekommtst du auch schon Fleisch in DEMETER BIO-Qualität, bei dem die Tiere artgerecht ernährt und gehalten wurden.

Ich will die Qualität testen und gehe am Eröffnungstag zu REWE um mir die Ware mal genauer anschauen.

Die komplette Fleischtheke wurde umgebaut und im Hintergrund steht nun ein ca. 2 Meter breiter Reifeschrank, in dem man die Rinderrücken am Knochen hängen sehen kann. So wie früher beim „echten“ Metzger.

In der Auslage liegt Rücken vom Iberico. Toll marmoriert und wesentlich fettreicher als die übliche Massenware und knapp sechs mal so teuer. (28,-/kg für Iberico und 4,90€/kg für Massenware)

Ich entscheide mich für ein trocken und am Knochen gereiftes, 480g schweres T-Bone-Steak für 22,90€/kg – Ein „premium“ T-Bone-Steak für 10,90€ – teuer ist das nicht.

Auf meine Nachfrage, woher das Fleisch stammen würde, konnten mir die beiden sehr jungen Mitarbeiter nicht antworten. „Aus Amerika ???“ fragten sie mich etwas hilflos…

Nun, da es in der Auslage sogar geschrieben stand, dass es sich um deutsches Fleisch handeln soll, könnten die Mitarbeiter vielleicht schon Bescheid wissen. Kurze Nachfrage beim „Chef“ ergab, dass es sich um bayerisches Fleisch handeln soll.

Bezahlt und ab nach Hause.

Ich packe das Fleisch aus und schaue es mir genau an. Das Fleisch ist dunkelrot, mit angetrockneten Rändern (ist ja auch dry aged) und auch sehr schön marmoriert.

Auf Druck mit dem Zeigefinger gibt es nach und bleibt in der Position, wie ich es eingedrückt habe. Das ist eigentlich ein Zeichen für gereifte Qualität.

Zwei Stunden vor Zubereitung hole ich es aus dem Kühlschrank und lasse es temperieren. Steaks sollten vor dem Braten immer Zimmertemperatur haben.

Als Zubereitungsart wähle ich das Braten in einer schweren Eisenpfanne und gebe das Steak anschließend bei 80°C für 40 Minuten in den Ofen. Da ich heute noch kurz im Wald ein paar Pilze gesammelt habe, bereite ich aus dem Bratansatz und einem wunderschönen Steinpilz eine feine Steinpilzrahmsauce zu. Dazu gibts leckere Bandnudeln und einen Feldsalat mit Apfel-Speck-Dressing. :-)Freude 🙂

 

Perfekt gegart, medium-rare.

Und dann kommt die Ernüchterung:

„DAS“ Fleisch ist zäh wie eine Schuhsohle. Es lässt sich nur unter großer Anstrengung kauen. Lediglich das kleine Filetstück ist akzeptabel.

Und auch geschmacklich habe ich schon wesentlich Besseres gegessen.

 

WAS für eine Enttäuschung. Im Nachhinein gesehen war es doch richtig teuer. Zähes Fleisch für 11,-€

Mein Fazit:

Wenn schon Fleisch – dann Bio. Damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht, bei Geschmack und Konsistenz.

ABER: BIO, konventionell, dry aged oder nicht, es muss auch lange genug gereift sein – dieses Stück heute war es wohl eher nicht. Und ich bin vom Eindruck her wirklich von guter Qualität ausgegangen …

Bleibt zu hoffen, dass das Fleisch in Zukunft länger reifen darf, sonst sehe ich den tollen Reifeschrank früher oder später wieder aus der Fleischertheke verschwinden…

UPDATE April 2013:

Aufgrund des großen Interesses an diesem Artikel werde ich bei nächster Gelegenheit REWE DAS-FLEISCH ein weiteres mal einem Test unterziehen. Wenn ich zum ersten Mal 2013 meinen Holzkohlegrill in Betrieb nehme, erscheint Test Teil 2!

Beim Gronauer Angus-Weidehof von den Bildern unter diesem Artikel habe ich vor ein paar Tagen angerufen. Sie verkaufen ab 1/8 Rind (klingt mehr als es ist), zerlegt und auf Bestellung. Nächste Schlachtung im Herbst 2013. Ich probier es aus! 😉

Ich habe unterhalb der Fotos ein Informationsblatt und das Bestellformular vom Gronauer Angus-Weidehof im Odenwald zum Download eingestellt.

Update Mai 2013:

Hier ist er – endlich online – der Nachtest von REWE´s Premium Marke „DAS FLEISCH“

Update November 2013:

Habe das achtel Rind beim Gronauer Angushof abgeholt. Bericht hier!!!

Soviel vorweg –  🙂 Ich mache es nächstes Jahr wieder!

 

Dry aged Beef aus dem high End Smoker „made in germany“


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Ralph Leonhardt

Darmstadt // Frankfurt // Rhein-Main

 

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21 Responses to Produkt-Check: Bayerisches „dry aged“ Beef aus dem Supermarkt – REWE´s Premiummarke „DAS“ Fleisch – 24.Oktober 2012

  • foggy

    Schade, wäre ja auch zu schön gewesen sowas direkt um die Ecke einkaufen zu können.

    • kokki

      Vielleicht sollte man REWE eine Chance geben und in 6 Wochen nochmal kaufen/testen.
      Die waren am ersten Tag alle etwas überfordert … wirklich werbewirksam war der Auftritt und die Qualität für mich jedenfalls nicht 🙁

      Wer testet mal das Iberico? Redakteure gesucht 😉

  • nadine

    Als ich eben angefangen habe, Deinen Text zu lesen, dachte ich „Toll, Iberico, das muss ich probieren“, aber nach deinem ernüchternden Bericht bin ich mir da gerade nicht mehr so sicher…

    • kokki

      Hi Nadine.

      Du kannst dir sicher sein beim Iberico nicht das Gleiche zu erleben wie ich mit dem Rind. Schweinefleisch muss nur 2-3 Tage reifen und das schaffen alle. Es wird auf keinen Fall zäh sein. Das ist eine Eigenschaft von Rindfleisch, weil es eben sehr lange Reifen muss und das ja Geld kostet – aus diesem Grund bekommt es diese Zeit oft nicht.

      Die Meisten Leute denken doch, dass SIE beim Zubereiten des Steaks etwas falsch gemacht haben. Vor allem wenn man 38,-€ für ein Kilo TOP-Fleisch ausgegeben hat. Dem Fleisch werden die wenigsten Käufer die Schuld geben, nachdem sie beim „Fachmann“ soooo tolle Qualität erworben haben.

      Darum habe ich auch diesen Test gemacht. Ich glaube behaupten zu können, Steaks richtig zubereiten zu können …

      Bin gespannt auf deine Erfahrung Iberico und ob es das Sechsfache wert ist.

      lg Kokki

      • frank

        Hallo Zusammen, also ich kann nichts schlechtes über das Dry aged Rumpsteak schreiben,
        habe ein Steak von ca. 430 gr gekauft und da hat jeder seine eigene Methode,nur gesalzen, auf beiden Seiten scharf angebraten, dann in den Ofen, danach noch 8 Minuten in Alufolie ruhen gelassen und dann genossen. Das Problem ist bei Rewe nur, dass die für derartiges Fleisch keinen Spezialisten haben, sonder da darf jeder in der Fleisch-,Wurst oder Fischtheke ran (speziell wenn man später einkauft, so wie ich). Ich finde den Preis ok, wobei man halt noch berücksichtigen muss, dass das Fleisch noch pariert werden muss, d.h die trockenen Stellen und das graue Fett müssen vor der Zubereitung noch entfernt werden.
        Natürlich ist das Dry Aged hier nicht mit einem Dry Aged in Amerika vergleichbar, da die
        Deutschen eher zu mageren Stücken greifen, in USA ist das Fleisch für Dry Aged 3-4 mal so stark marmoriert wie bei Rewe und das schmeckt man auch. Wer gutes Dry Aged will muss dies z.b.bei Gourmet Fleisch oder Otto Fleisch bestellen, allerdings auch 2-3 mal so teuer wie bei Rewe. Ich denke Rewe liefert für den Entdecker eine Dry Aged Anfänger Qualität, aber der Unterschied ist so, als wenn du Sushi von einem Top Japaner mit dem abgepackten Zeug vergleichst, den Nordsee oder auch ab und an mein Rewe anbietet. Es ist halt so dass auch nicht jeder fürs kg Dry Aged € 90,– zahlen will oder kann. Dieses Klientel kauft das das für einen solchen Betrag auch nicht bei Rewe sonders, beim wirklichen Spezialisten für Dry Aged. Ich finde es aber trotzdem gut das Rewe das überhaupt anbietet.
        Deshalb ist die Rewe Qualität nicht schlecht

        • kokki

          Die „Marmorierung“ wird von vielen Kunden sehr wohl gewünscht. Da für die meisten Verbraucher in Deutschland nur der Preis zählt und es einen unerbittlichen Preiskampf zwischen den Unternehmen im Lebensmittelsektor gibt, wird eben auf Masse und nicht auf Qualität produziert. Eine schöne Marmorierung und die Art der Aufzucht des Tieres stehen aber in direktem Zusammenhang mit der Qualität: eine vernünftige Aufzucht benötigt Zeit, artgerechtes Futter, viel Auslauf für den Muskelaufbau und das kostet somit Geld.

          Die meisten, vor allem aber tierische Lebensmittel, kosten im Supermarkt z.B in Neuseeland oder Australien zwei bis acht Mal so viel wie in Deutschland… Und die Leute kaufen trotzdem. Das Fleisch hat aber auch die Qualität, die man sich wünscht, die Tiere leben alle das ganze Jahr über in der freien Natur und ernähren sich fast ausschließlich von Gras, was einer artgerechten Ernährung entspricht. Diese Möglichkeiten gibt es in Deutschland in der Masse nicht und es wird fast ausschließlich Kraftfutter verwendet, das die Rinder nicht einmal gut vertragen und regelmäßige Magen-Operationen durchgeführt werden müssen.

          Das Fleisch z.B. bei Otto Gourmet ist also niemals ein „deutscher Jungbulle“, sondern kommt aus Irland, Schottland, Neuseeland oder anderen Ländern der Welt, in denen für eine solche Haltung der Platz zur Verfügung steht und ist natürlich deutlich teurer. Man muss aber nicht zu Otto, es genügt ein vernünftiger Metzger, der noch mit Leidenschaft arbeitet und seine Produkte kennt und von regionalen kleinen Betrieben seine Ware bezieht.

          Ich bin jederzeit bereit wesentlich mehr für vernünftiges Fleisch auszugeben und dafür zwei bis vier mal weniger davon zu essen … wenn das Tier entsprechend gelebt hat. Wenn man seltener Fleisch isst, dann muss man auch nicht mehr Geld ausgeben!!!! Denn in der Menge de Fleischkonsums liegt das Hauptproblem in Deutschland mit seinen 82.000.000 Einwohnern!

          Neuseeland hat nur 4.5 Mio Menschen bei ähnlich großer Fläche und 28 Mio. Schafe und 6.2 Mio. Rinder.

          Lg

          Kokki

  • Jürgen

    Hallo zusammen,

    hatte gestern auch ein Das Fleisch! Rumpsteak. Kurz beide Seiten anbraten und dann bei 80° in den Ofen.
    Medium rare, so wie ich es gerne habe. Die Ernüchterung, Fleisch ist absolut trocken und wirkt zäh!
    Totale Enttäuschung! Werde in ein paar Wochen noch einmal kaufen und testen. Bin aber nach den Erfahrungsberichten hier im Web nicht wirklich zuversichtlich, dass es besser werden wird.

    Grüße,
    J.

    • kokki

      Hi Jürgen.

      Danke für deinen Erfahrungsbericht. Der Teil der bei meinem T-Bone zäh war, ist ja auch das „Rumpsteak“.

      Ein guter Freund von mir hat 5 Entrecote á 250g gehabt und war zufrieden. Entrecote ist naturgemäß aber auch deutlich durchwachsener und mürber.

      Meiner Meinung nach müsste „DAS“ Fleisch aber bei dieser Reifung und dem saftigen Preis (für konventionell erzeugte Ware) butterzart sein.

      Probiert mal das BIO-Rumpsteak aus dem Tegut, das war bei mir bisher immer absolute Spitze!!!

      Weitere Erfahrungsberichte sind herzlich willkommen !!!

      Am Wochenende habe ich auf einem Schild auf einer Weide die Nummer eines BIO-Bauern aus dem Odenwald gefunden , der „Black-Angus“ nach BIO-Richtilinien und artgerechter Freilandhaltung züchtet und direkt vermarktet. Da werde ich demnächst mal anfragen.

      lg Kokki

      • mike

        Hi kokki,

        hast du schon was zum Odenwälder Bio Black Angus rausgefunden? Würde mich auch interessieren.

        • kokki

          Hi Mike.

          Nein leider nicht, wird bei mir dieses Jahr auch nix mehr.

          Hier kannst du aber selbst anrufen: 06251/62667 oder 2928 das sind die Nummern von dem Schild auf der Weide. Foto siehe oben, leider ohne Rinder…

          Gib uns hier doch Bescheid, wenn du etwas herausgefunden hast.

          Viel Erfolg!

          lg kokki

  • Holger

    Hallo,

    mein T-Bone kam direkt aus der Pfanne auf den Teller. Die Randschicht ist logischerweise etwas zäher als der Rest, eben dried. Der ganze Rest bis zum Knochen war einfach lecker und zart. Ich halte 40 Minuten und 80°, bei Fleisch das vor dem braten schon viel Feuchtigkeit verloren hat, für etwas überambitioniert.

    Beste Grüße,

    Holger

    • kokki

      Hallo Holger.

      Schön zu hören, dass du ein gutes Steak hattest. Das Garen bei Niedertemperatur ist die sanfteste Art der Zubereitung, bei der sich das Steak nach dem scharfen Anbraten entspannen kann und der Fleischsaft in den Zellen und das Steak somit sehr saftig bleibt.

      Funktioniert übrigens auch „verkehrt herum“ sehr gut: Erst 20-40 Minuten bei 80°C in den Ofen und dann scharf anbraten und sofort servieren.

      Weiterhin viele gute Steaks für alle 😉

      Kokki

  • Matthias

    Hallo an Alle,
    Ich habe gestern beim REWE das jetzt dort erhältliche Schweinefleisch vom Iberico Schwein ausprobiert. Es lag gerade neben dem DryAge Rindfleisch, aber da ich sehr gerne den Iberico Schinken (Pata Negra) esse, wollte ich es mal testen.
    Ich nahm das Filet und zusätzlich mehrere Koteletts.
    Kurz in der Pfanne angebraten und dann 10-15 Minuten bei 140grad in den Ofen.
    Es war wirklich exzellent, obwohl ich dies eigentlich nicht erwartet hätte.
    Ich halte nicht viel von REWE und deren Qualität.
    Aber bei diesem Fleisch kann man wirklich zugreifen (was ich dann heute auch gleich wieder gemacht habe).
    Gruss Matthias

    • kokki

      Hi Matthias

      Glückwunsch zum guten Essen und vielen Dank für deinen Bericht.

      Jetzt kann man nur noch hoffen, dass die Tiere so aufwachsen, wie man es von einem Iberico-Schwein erwartet. Bei dem Preis sollte es ein anständiges Leben mit gutem Futter und viel Auslauf gehabt haben!

      Ich werde es wohl auch noch ausprobieren… hmmmmm – lecker 😉

  • Texmexlux

    Also ich hatte Entrecote für EUR 35,- das Kilo, und dieses wies auch den mir bekannten Dry Aged Nuss/Schinken Geschmack auf, den ich so zu schätzen weiss. Heute wollte ich mal wieder ausprobieren, ggf. eine Selektion alles Verfügbaren.

    Was sagt Ihr zu Filet und Dry aged, passt das überhaupt zusammen?

    Grüsse

    Tex

    • kokki

      Ja, passt. Das „dry age“ Verfahren ist ja keine neue Erfindung sondern eine ganz alte, die jetzt wieder „in“ ist … Der Geschmack von auf diese Weise gereiftem Fleisch ist wesentlich aromatischer. Der Metzger muss sein Handwerk aber verstehen. Es soll ja nicht komplett austrocknen, was bei einem mageren Fleisch nicht gut wäre. Dazu muss die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur genau stimmen.

      Kaufen, testen und hier Berichten!!!

      Guten Appetit

      Kokki

  • Thomas

    Ich habe mir ein DAS! T-Bone Steak geleistet und letztes Wochenende gegrillt.
    Mein Steak war von ordentlicher Qualität.
    Vor einiger Zeit hatte ich das schon einmal probiert, da hatte ich ähnliche Erfahrungen wie der Autor hier: das Fleisch war zäh, eine Enttäuschung. Das Einzige, was dieses Mal enttäuschend war, waren meine Grillkünste, ich hatte das Steak pro Seite 2min auf dem Grill und dann bis auf 57C im Herd nachgegart. Das war dann schon zu durch. Die Stücke, die am nächsten am Knochen waren, waren aber sehr gut (da war das Fleischthermometer).
    Außerdem gab es noch ein Kotlett vom Iberico-Schwein, auch von REWE, das war auch sehr gut, da habe ich aber noch nie schlechte Erfahrungen gemacht.
    Mein erster Versuch fand auch recht nah an der Einführung des Angebots statt, vielleicht erklärt das die schlechte Qualität? Die Fleischer müssen sich erst wieder mit der Methode vertraut machen?
    Unabhängig von der Reifemethode wäre es schön, wenn man bei der Herkunft eine genauere Auskunft als „aus Deutschland“ bekommt. Wenn sich REWE schon so viel Mühe gibt – und dann auch die entsprechenden Preise aufruft – wäre es schon schön, wenn man bei der Gelegenheit auch gleich Fleisch aus artgerechter Haltung bekommt und man den Erzeuger auch genau nennt.
    Ich habe hier einige Erzeuger in der Umgebung, bei denen ich mir sicher bin, dass es den Tieren gut geht (bis der Metzger kommt jedenfalls). Allerdings bietet keiner von denen „Dry Aged“ Fleisch an, alle lassen das Fleisch vakuumverpackt reifen. Ich weiß nicht woran es liegt, aber diese Steaks gelingen mir fast nie – Bio hin oder her. Wenn das Fleisch nicht anständig reifen kann, ist es zäh.

    • kokki

      Danke Thomas für deinen Bericht.

      Ich bin völlig deiner Meinung was die Haltung und Herkunft des Fleisches angeht. Bisher wird bei REWE konventionell erzeugte Ware trocken gereift & zu stattlichen Preisen verkauft. Wir wollen mehr Transparenz!!!! Und artegrechte Haltung & Fütterung. Kühe fressen Gras und kein Kraftfutter !!!!!

      Kerntemperatur Rind:

      Medium rare 48°C – medium bis 54°C

      Man kann vakuumiertes Fleisch im Kühlschrank bei 2°C nachreifen lassen – bis zum MHD aufbewahren und dann erst grillen … Reifung ist ein „Zerfallsprozess“ und am Ende steht schließlich der Verderb. Knapp davor ist Fleisch am aromatischsten. 😉

      Da dieser Artikel hier (überraschenderweise) wesentlich mehr Aufmerksamkeit erregt und sogar zum meistgelesenen dieser Seite wurde, werde ich REWE demnächst nochmal eine Chance geben und „nachtesten“. Schließlich war ich am ersten oder zweiten Verkaufstag dort. Da ist eine zweite Chance angebracht und fair!

  • geichham

    Habe eher aus Zufall bei REWE das Black Premium Rumpsteak gekauft, erst später zu Hause ist mir der höhere Preis aufgefallen.
    Beim Essen ist meiner Freundin sofort aufgefallen, was für ein excellentes Stück Steak wir uns gekauft haben.
    Sowohl geschmacklich als auch Zartheit des Fleiches waren absolut spitze.

  • Aleks

    Hi, ich achte sehr auf das was ich kaufe. Es nervt seit einiger Zeit, dieses „Bio, Bio,Bio…“, es gibt soo viele Bio Produkte die bei Test schlechter abschneiden als zB. Aldi, Lidl etc. Produkte.
    Meine Eltern sind Mitte 70 und haben in ihrem Leben noch nie Bio gekauft und sind so gesund, das sie noch nie wegen Krankheiten beim Arzt waren, bis Auf Zahn- oder Augenarzt. Logisch Internisten zwecks Gesundheitscheck.
    Ob das Irische Steak aus dem Rewe oder vom Bauern kommt, ist vollkommen irrelevant. Niemand isst täglich Steak, daher wird uns das nicht umbringen wenn man im Jahr 15x Rewe Steak isst.
    Hauptsache man ernährt sich nicht eintönig, darauf kommt es an.
    VG Aleks

    • Kokki

      Für die eigene Ernährung spielt es vielleicht nicht die entscheidende Rolle aber ganz bestimmt für das Leben des Rindes, dass dir dein Steak liefert. Im Übrigen geht´s nicht nur um Steaks, denn davon hat ein Rind nicht so viele … aber jede Menge anderes Fleisch. Und es wird von vielen Menschen tatsächlich täglich gegessen … Ich kann daher den Vergleich mit allen anderen Lebensmitteln nicht ganz nachvollziehen. Und für eine nachhaltige Landwirtschaft ist Bio eigentlich auch der einzige Weg.

      Aber ich gebe Dir Recht, es gibt unglaublich viele schlechte, vor allem verarbeitete Bio-Produkte, mit denen nur Geld verdient werden soll… Aber man muss das ganze schon etwas differenzierter betrachten!

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